Montag, 2. Januar 2012
NGC 2244 Rosettennebel
Sonntag, 23. Oktober 2011
Aufnahmegerät:
15" Newton mit Reducer auf 1.300mm Brennweite
Canon EOS 450D, Sensor auf 1°C heruntergekühlt
OAG Guiding mit ALCCD5 und PHD-Guiding
Ort: SFB-Sternwarte Schauinsland bei Freiburg
www.sternfreunde-breisgau.de
2 Einzelbilder jeweils 32 Minuten belichtet bei ISO 400
Mit DPP in .tiff konvertiert
Mit DSS registriert und kalibriert (auf SkyFlat)
Mit Photoshop gestackt und bearbeitet
Mittwoch, 2. Februar 2011
M81, M82, Holmberg Zwerggalaxie

Heute Nacht habe ich nochmal probiert, ob ich den galaktischen Cirrus abbilden kann. Leider hat es diesmal nicht gereicht. Ich habe diesmal nur eine Grenzgröße von 22mag erreichen können.
8 x 32 Minuten Belichtungszeit, Canon EOS 450D bei -20°C Sensortemperatur und ISO 100
Sonntag, 14. November 2010
NGC 7331

M31 Andromeda Gezeitenschweif

Eine sehr seltene Aufnahme, die den Gezeitenschweif oder den Halo von M31 zeigt. Aufgenommen am 12.10.2010 mit meiner gekühlten EOS 1000D und 200mm Teleobjektiv. 3 x 32 Minuten Belichtungszeit.
Orionnebel und Umgebung

Am 12.10.2010 auf dem Schauinsland mit meiner gekühlten EOS 1000D und 200mm Brennweite Teleobjektiv aufgenommen. Dabei ca. 1h mit ISO 100 belichtet. Die Kamera hat den originalen IR-Filter noch mit drinnen. Man sieht die trotz Filter recht hohe IR-Empfindlichkeit.
Montag, 18. Oktober 2010
Sonntag, 17. Oktober 2010
Dunkelnebel TGU H269
Extrem schwierig zu fotografieren ist dieser Dunkelnebel mit den Koordinaten
19 57.9 -13 57 link zu Simbad
Die Daten des Nebels sind:
| | TGU | GLON deg | GLAT deg | dGLON deg | dGLAT deg | S deg2 | Av mag | Av2 mag | dAv mag | SAv mag.deg2 | SAv2 mag.deg2 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| H269 | 027.53 | -20.90 | 0.30 | 0.27 | 3.74e-02 | 0.9 | 0.9 | 0.15 | 2.42e-02 | 2.42e-02 |
Aufgenommen am 14.08.2009 mit der gekühlten Canon EOS 450D an einem Takahashi Epsilon 160

Obwohl es sich um eine Dunkelwolke handelt entpuppte sie sich bei der Nachbearbeitung gar nicht so dunkel, sondern sie war sogar heller als der Sternenhintergrund selbst. Eine alternative Interpretation, wo der Staub besser als solcher zu erkennen ist ergab folgendes Bild:

Freitag, 23. Juli 2010
Adler Nebel

Im Jahr 2009 von Namibia, Hakos mit der gekühlten 450D
Ein zweiter Interpretationsversuch der Rohdaten startete ich am 17.10.2010
Freitag, 16. Juli 2010
Dienstag, 11. Mai 2010
gekühlte Canon EOS 450D

Für interessierte Bastler hier die wichtigsten Informationen:
1. für Selbstbauer (Teileliste)
- Kupferfinger (Konstruktionszeichnung)

- Peltier Element TEC1H-30-30-44_80 hier kaufen, Datenblatt, Anschlusshinweise, Handhabungshinweise (mit freundlicher Genehmigung Eureca Messtechnik GmbH). Aus leidvoller Erfahrung empfehle ich dringend von China-Modellen abzusehen. Nur mit diesem Element habe ich bei einstufiger Kühlung 40°C Temperaturdifferenz erreicht.
- Kühlkörper zum Beispiel Noctua NH C12P SE14 (Wärmeleitpaste nicht vergessen!) Je größer, desto besser, da Wärmeabfuhr die erreichbare Endtemperatur bestimmt.
- Steuerelektronik (PWM, 7,4V, Canon Adapter, Temperaturregler)
- Umbauvideo: Filterumbau nach G.Honis, IR Umbau und Kühlung Teil 1 + Teil 2.
- Kupferfinger fertig kaufen: 50€ (Vom
Maschinenbauer gefertigt, plan, inkl. Satz Schrauben 2xM2 sowie 1x1,6mm selbstschneidende Kunststoffschraube) Bestellen per email an mich - Kompletter Umbau: aufAnfrage (mit Kupferfinger, modifikation Gehäuse, Modifikation Metallrahmen, Entladung und Deaktivierung Blitzkondensator, thermische Isolierung, NTC in Sensornähe, Schutz der Elektronik vor Kondenswasser, DC-Anschluss 7,4V, jedoch ohne Peltier, ohne CPU-Kühler, ohne elektr. Steuerung, ohne Spannungsversorgung)
- Optional: Entfernung IR/AA Filter, Staubreinigung: zzgl. 200€ (Fremdvergabe in eine Canon-Werkstatt wegen besserer Staubreinheit, Staubrüttler wird nicht entfernt. Nach der Modifikation muss mit einem IR-Blockfilter oder CCD-Filter gearbeitet werden, was zusätzliche Kosten verursacht. Empfehlung: CLS-CCD-Filter oder IR-Filter
- Umbau inkl. Peltier, Kühlkörper, elektrische Steuerung: auf Anfrage
- Bestellen per email an mich (Achtung, teils lange Lieferzeiten, da dies hier NUR EIN HOBBY ist ;-)
- Punkte 2-5 derzeit wegen Zeitmangel vorübergehend nicht möglich.
Schwarze Löcher
Freitag, 26. Februar 2010
NGC 2903
Aufgenommen mit einer astromodifizierten und gekühlten Canon EOS 450D auf der Sternwarte Schauinslandmit der Astrokamera 250mm / 1050mm (F4.2)
14 x 20min bei ISO 200 sowie bei ca. -10°C Sensortemperatur und unter Verwendung eines Astronomic CLS-CCD EOS Clip Filter, welcher erstaunlich genial den aufgehellten Himmelshintergrund rausgefiltert hat. Sogar bei 20 Minuten Belichtungszeit ist der H
intergrund noch immer schwarz geblieben. Ein Herausschälen des Objektes aus dem hellrosa Hintergrund - wie sonst ohne Filter - ist damit hinfällig...Ich bin begeistert.
Freitag, 19. Februar 2010
Green IT Beratung für Baden Württemberg und Freiburg

In nebenberuflicher Selbständigkeit starte ich gerade eine Teilzeittätigkeit als green IT Berater.
Wenn alles gut geht, wird noch weniger Zeit für das Hobby Astronomie übrigbleiben wie bisher. Zumindest am Anfang.
Ich hoffe vielen Unternehmen gute Beratung bieten zu können und so ein Stückchen dazu beitragen zu können unsere schöne Welt zu erhalten.
Green IT Beratung in Baden Württemberg
Donnerstag, 18. Februar 2010
Warum ISO 1600 nicht besser sein KANN!
Eben beim Beantworten einer Email bin ich dahinter gekommen, warum mathematisch ein Stack aus vielen ISO 1600 Bildern einem zeitequivalenten ISO 100 Bild NICHT ebenbürtig sein KANN. Es geht einfach nicht. Es ist nicht möglich.
Dieses können wir ganz leicht dann erkennen, wenn wir uns überlegen zu welchem Zeitpunkt der Bildgewinnung die ISO-Verstärkung stattfindet. Sie findet ja nicht durch den Tausch des Sensors statt, sondern in rein digitaler Form zu einem Zeitpunkt, wo alle Rauscharten schon in dem Bild physikalisch vorhanden sind, jedoch vor dem Abspeichern des Raw-Files.Das heißt jetzt, dass vom Verstärker ALLE Rauscharten ebenfalls verstärkt werden. Findet eine Steigerung der Verstärkung um 100% statt, wird das Rauschen ebenfalls um 100% verstärkt.
Pro ISO Stufe bräuchte ich die doppelte Anzahl an Bildern im Stack um diesen Rauschanstieg wieder auszugleichen wie ich durch die verkürzte Belichtungszeit gewinne.
Ein Stack aus ISO 1600 Bildern kann daher mathematisch nicht an die Qualität eines ISO 100 Bildes herankommen. Es ist mathematisch nicht möglich.
Darkframes, Offsets, BIAS-Frames und Flatframes können die Situation entschärfen, jedoch nie die Qualität eines einzelnen ISO-100 Bildes wieder zurückgeben.
Montag, 25. Januar 2010

Eine einfache und geniale Idee die Umwelt zu schützen habe ich per Zufall hier gefunden. Ich konnte einfach nicht wiederstehen und auch mein Blog CO2 Neutral zu machen. Vielleicht ein kleiner Beitrag für einen sauberen Himmel - auch in der Nacht. Die Möglichkeit Prospekte der Region ohne Papiermüll online studieren zu können spart außerdem viel Altpapier. Toll gemacht!
Montag, 19. Oktober 2009
Skulptor Galaxie
Aufgenommen in Namibia am 14.08.2009. 15 Einzelaufnahmen je 480s bei ISO 200 am Takahashi 160.Gekühlte und modifizierte EOS 450D
Sonntag, 20. September 2009
Große Magellansche Wolke
Ein Ausschnitt aus der großen magellanschen Wolke.Aufgenommen in Namibia in Hakos an dem IAS-Observatorium
Samstag, 19. September 2009
Milchstraße, ganz schön staubig...

Aufgenommen in Namibia mit einer EOS 1000D und Standard Tamron Zoomobjektiv 17-50mm bei 17mm und F4 5 x 16 Minuten auf ISO 400 belichtet.
Die Milchstraße in höherer Auflösung download hier: (10MB)
47 Tucane
Aufnahme vom 11.08.20091 x 1920 sec + 2 x 960 sec +
2 x 480 sec + 2 x 240 sec +
2 x 120 + 2 x 60 sec
Alle ISO 100 und
zu HDR zusammengesetzt
Kamera:
Modifizierte gekühlte Canon EOS 450D
Teleskop:
Takahashi Epsilon 160
Bild in höherer (2500 x 1700) Auflösung
Samstag, 12. September 2009
M8 Lagoon Nebula
Der Lagunen Nebel ist ein "immer wieder schön"-Objekt, welches sich im Sternbild Schützen befindet. Der Nebel liegt in ca. 4000 Lichtjahren Entfernung und hat eine Ausdehnung von etwa 60-90 BogenminutenDie Aufnahme entstand am 8.Aug.2009 in Namibia, Hakos an dem IAS-Observatorium
16 Aufnahmen mit 5 Minuten @ ISO 100 mit meiner modifizierten gekühlten EOS 450D
Aufnahme entstand 1 Tag nach Vollmond bei sehr stark aufgehelltem Himmelshintergrund
Mittwoch, 9. September 2009
Messier M 20, Trifidnebel
Aufnahmedaten:Datum: 08.08.2009 (fast noch Vollmond, siehe hier)
Teleskop: 50cm Cassegrain @ 1500mm Brennweite
Kamera: EOS 450D, modifiziert, gekühlt auf ca. 2°C
Einzelbilder: 7 x 480 sec @ ISO 100
Ort: Namibia, Hakos, IAS-Observatory
Entfernung: 5200 Lj
Diese Aufnahme ist Bestandteil des Projektes Peltier gekühlte EOS 450D sowie LOW ISO

Vollmond vom 07.08.2009 ca. 00h UTC
Aufnahmedaten:
Mosaik aus ca. 100 Einzelbildern (lucky Imaging), ISO 100, 1/250stel Sekunde
Teleskop: 50cm Cassegrain, Sekundärfokus bei 4500mm Brennweite
Ort: Hakos, Namibia
Sternwarte: http://www.ias-observatory.de
Kamera: Canon EOS 1000D
Größe der Mosaik Originaldatei: 64 Megapixel
DOWNLOAD
1000x1000 Thumbnail (250 KB)
2000x2000 LowRes (1,2 MB)
4000x4000 MidRes (7,4 MB)
8000x8000 HighRes (18,6 MB)
Donnerstag, 27. August 2009
Jupiter, Ganymede, IO, Europa

Im Detail:
Und die Monde Europa (hell, links) und Ganymede (dunkler, rechts)
Ganymede noch detailierter:
Aufnahmedaten:Canon EOS 1000D, 40cm Cassegrain, 6000mm Brennweite
IAS-Sternwarte, Hakos, Namibia
Auswahl einer Einzelaufnahme aus 50 Bildern. Kein Stack, just lucky Image ;-)
Sonntag, 23. August 2009
Abell 66 oder ESO 595-4
ein sehr lichtschwacher planetarer Nebel im Sternbild Schütze.Daten des Nebels:
Planetarischer Nebel ESO 595-4
Koordinaten 2000: 19h 57' 31'' -21h 36' 44''
Entfernung: ca. 2000 Lichtjahre
Durchmesser ca. 4,5 Bogenminuten
Helligkeiten laut Abell [1]:
- Photogr. Flächenhelligkeit: 25,9mag/sec²
- Integrierte Helligkeit: 14,9mag
- Helligkeit Zentralstern: 17mag
[1] "Properties of Some Old Planetary Nebula"
Aufnahmedaten:
Modifizierte Kamera Canon EOS 450D
Sensor auf -2°C herabgekühlt
4 Bilder ISO 100 jeweils 32 Minuten belichtet.
128 Minuten Gesamtbelichtungszeit
Aufgenommen am 12.08.2009 in Hakos, Namibia, IAS-Sternwarte am 50cm Cassegrain im Primärfokus bei Brennweite 1500mm
Download .jpg Abell 66 (514px × 704px)
Liste weiterer mir bisher bekannter RGB Aufnahmen
Ein User von "iceINspace - Australian Amateur Astronomy" aus dem Jahr 2007
von der Webseite von mySLOOH: Abell 66, wo er sein hätte müssen aus dem Jahr 2008
Samstag, 18. April 2009
Peltier gekühlte EOS 450D, NOISE HACK

1. Warum kühlen?
Rauschen ist der Feind Nr. 1 des ambitionierten Astrofotografen. Dabei gibt es zwei Arten von Rauschen, die man beeinflussen kann. Dazu gehört das Ausleserauschen, dass man durch die Reduktion der Bildanzahl (Siehe Projekt LOW ISO) sowie durch ein Ablösen des Histogramms vom linken Rand entschräfen kann.
Anders verhält sich das thermische Rauschen. Es steigt mit der Belichtungsdauer linear an und mit der Temperatur überproportional.
7° Temperaturdifferenz am CMOS-Sensor bedeutet eine Halbierung oder Verdoppelung des Rauschens. Um allein diese Temperaturdifferenz auszugleichen, muss ich 4 Bilder mit insgesamt 4facher Belichtungsgzeit stacken.
So sieht man schnell den Nutzen, da bereits eine Absenkung der Temperatur um 7°C eine reduktion der notwendigen Belichtungszeit auf ein Viertel reduziert.
Temperaturdifferenz Reduktion der Belichtungszeit / Anzahl Stacks
-7°C 1/4
-14°C 1/16
-21°C 1/64
-28°C 1/256
Daraus kann man erkennen, dass eine Kühlung des CMOS-Chips das effektivste Mittel ist um Rauschen zu unterdrücken. Es kann niemals durch Stacken nachgeahmt werden.

Messergebnisse der unterschiedlichen Belichtungszeiten bei unterschiedlichen Temperaturen. Interpretation:
Rot (ungekühlt) und Blau (gekühlt) jeweils eine Einzelaufnahme und der Stack.
- die Kühlung um 24°C bringt einen Gewinn von 2-3 ISO-Stufen.
- oder: eine einzelne gekühlte ISO 800 Aufnahme ist rauschärmer als 8 warm gestackte ISO 800 Bilder
Dazu ein praktisches Testbild:
Eine Innenraumaufnahme bei wenig Licht mit vorgeschaltetem Sonnenfilter. Der Unterschied ist enorm.An dieser Stelle ist für die nächsten Monate eine komplette Bauanleitung für die Peltier-Kühlung einer EOS 450D geplant.
LOW ISO als Alternative zum Stacken
In der Planetenfotografie werden tausende sehr kurz belichtete (1/10-1/100 sek.) Bilder produziert und aus diesen dann wenige 10 bis 100 Bilder, in denen das Seeing für diesen einen Moment perfekt war, zum Stacken herangezogen.
In der Deep-Sky Fotografie findet so eine radikale Auswahl nicht statt. Da werden höchstens ein paar wenige Aufnahmen, zum Beispiel bei denen ein Flugzeug direkt durch die Bildmitte geflogen ist, aussortiert.
Reduktion des Rauschens durch StackingDie Wirkung des Reduktionseffektes sinkt jedoch mit der Anzahl der Bilder gewaltig.
Eine mathematische Regel besagt, dass für jede weitere Halbierung des Rauschens vier mal so viele Bilder benötigt werden. Daher ist man schnell versucht in einer Nacht so viele Bilder wie irgend möglich zu machen. Da das Optimum für die Astrofotografie Belichtungssituationen sind, in denen sich das Histogramm vom linken Rand löst, werden dann gerne die hohen ISO-Stufen bevorzugt.
Doch dieses bedeutet den Teufel mit dem Beelzebub vertreiben. Denn es erweist sich, dass bei höheren ISO-Stufen das Rauschen eben sogar stärker ansteigt, als es durch das Stacken wieder ausgeglichen werden kann
DILEMMA: Anzahl Bilder vs. Rauschreduktion durch Stacken.Angenommen es verdoppelt sich mit jeder ISO-Stufe das Rauschen. Um ein verdoppeltes Rauschen auszugleichen, benötige ich jedoch viermal so viele Bilder, also die doppelte Belichtungszeit.
| ISO-Stufe | Rauschzahl relativ Einzelaufnahme | Anzahl Stacks bei gleicher Belichtungszeit | Rauschzahl des Stacks | Anzahl Bilder für Ausgleich des Rauschens | Notwendige Gesamtbelichtungszeit zum Rauschausgleich |
| 100 | 20 | 1 x 32min | 20 | 1 x 32min | 32 Minuten |
| 200 | 40 | 2 x 16min | 28,3 | 4 x 16min | 64 Minuten |
| 400 | 80 | 4 x 8min | 40 | 16 x 8min | 128 Minuten |
| 800 | 160 | 8 x 4min | 56,6 | 64 x 4min | 256 Minuten |
| 1600 | 320 | 16 x 2min | 80 | 256 x 2min | 512 Minuten |
Annahme: Der durch erhöhte ISO-Stufen entstehende Qualitätsverlust kann in gleicher Zeit nicht durch Stacken ausgeglichen werden.
Paradox: je höher ich die ISO-Stufe wähle, desto länger muss ich belichten um durch das Stacken das Rauschen zu eliminieren.
Diese Hypothese kann messtechnisch nachvollzogen werden:
Dazu habe ich einen Sonnenfilter in den Strahlengang meiner EOS 450D platziert und 32 Minuten lang ein graues Papier abgelichtet. Danach habe ich sowohl die Einzelbilder wie auch die resultierenden Stacks mit FITS-Work auf das Rauschen untersucht
Erkennbar ist, dass das Rauschen mit jeder ISO-Stufe überproportional anwächst. Deutlich erkennbar ist der Gewinn, der durch das Stacken der Einzelbilder erreichbar ist, jedoch niemals den Gesamtverlust ausgleichen kann. Der Unterschied mag nicht groß erscheinen, jedoch im realen Bild macht er sich sehr deutlich bemerkbar!
Einschränkungen:
KAMERAMODELL: Nicht jedes Kameramodell muss sich identisch verhalten. Obwohl zu erwarten ist, dass die Tendenz bei allen modernen Modellen ähnlich ist, müsste für jedes Modell so eine Messung durchgeführt werden.
RAUSCHSTEIGERUNG: Es ist nicht sichergestellt, dass das Rauschen sich mit jeder ISO-Stufe verdoppelt. Es wäre denkbar, dass in den niedrigen ISO Stufen der Rauschanstieg kleiner als Faktor 1,4 pro Stufe ist. In diesem Fall ist der Gewinn durch das Stacken größer als der Verlust.
NACHFÜHRUNG: Qualität der Montierung. Hält die Montierung nur wenige Minuten, nutzen mir rauschfreie Strichspuren jedoch am Ende wenig.
HISTOGRAMM: Es ist sicherzustellen, dass man mit jeder Aufnahme immer noch im linearen Bereich des Sensors landet. Das bedeutet, dass die Tiefen (dunkle Bereiche der Aufnahme) sich deutlich vom linken Rand lösen müssen um im Graubereich landen zu können.
FAZIT: Optimale niedrige ISO - Stufen für die Astrofotografie ermitteln!
Um das Optimum einer Nacht aus fotografischer Sicht zu erreichen gilt:
1. die maximal mögliche Dauer der korrekten Nachführung ermitteln und benutzen
2. die minimal mögliche ISO-Stufe bei der sich das Histogramm noch deutlich vom linken Rand löst benutzen
Ich habe gute Erfahrungen mit 30 Minuten @ ISO 200 gemacht. (Siehe Orionnebel...)
Alle Tests und Messungen sind mit einer EOS 450D vorgenommen worden. Obwohl ich erwarte, dass andere Modelle sich ähnlich verhalten sind eigenständige Messungen jedoch Voraussetzung für die Ermittlung des eigenen Optimums.
So sich jemand die Mühe machen wollte und für andere Kameras diesselbe Messreihe durchzuführen, wäre ich über Rückmeldung dankbar.
Donnerstag, 12. Februar 2009
Vergleich ISO Stufen 100, 200, 400, 800, 1600 (EOS 450D)
Auf das Bild für größere Ansicht klicken!Weitere Tests werden folgen...









